Netzwerkfestplatten im Test

Ob im Haushalt oder im Büro – überall gibt es Daten, auf die nicht nur eine Person zugreifen möchte, sondern die am besten allen Familienmitgliedern oder Kollegen zur Verfügung stehen sollen.

Für diesen Zweck bieten die üblichen Verdächtigen wie Dropbox oder Google Cloud-Speicher an – dabei liegen die Daten aber eben auf einem fremden Server, weshalb sich gerade die Sicherheitsfrage besonders häufig stellt. Besonders groß ist der kostenlose Speicherplatz dabei natürlich auch nicht.

Die Alternative ist deshalb eine eigene Netzwerkfestplatte, die wahlweise nur im Netzwerk oder eben als Cloud von überall auf der Welt über das Internet erreicht werden kann – die passenden Zugangsdaten natürlich vorausgesetzt.

Auch wir haben uns einmal einige dieser Modelle angeschaut und unten in der Übersicht die bisher von uns getesteten NAS (Network Attached Storage) aufgelistet – an dieser Stelle außerdem noch einige Punkte, die vor dem Kauf einer Netzwerkfestplatte bedeutsam oder interessant sind.

Was ist eine Netzwerkfestplatte genau?

Grob haben wir das zwar schon angedeutet, hier aber noch einmal eine etwas ausführlichere Definition:

Eine Netzwerkfestplatte wird auch NAS genannt und darin befindet sich auch schon die kurzgefasste englische Definition: „Network Attached Storage“, also an das Netzwerk angeschlossener Speicher.

Dabei handelt es sich im Grunde genommen um eine externe Festplatte, die an den Router angeschlossen wird und damit aus dem Netzwerk heraus erreichbar ist – allerdings bietet sie noch mehr Funktionen als eine einfache externe Festplatte, denn im Inneren werkelt ein kleiner Computer.

Welche Features bietet eine Netzwerkfestplatte?

Wer sich eine NAS zulegt, hat meist ganz bestimmte Vorstellungen – welche das sind, sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen. Netzwerkfestplatten übernehmen dabei mehrere Aufgaben:

  • Speichern und Bereitstellen von Daten über das Netzwerk. Ganz einfach und extrem praktisch: Wer einen Zugang hat der kann Daten auf der Festplatte ablegen oder davon abrufen – damit kann man eine NAS als eigene Cloud nutzen.
  • Medienserver. Die werden in den letzten Jahren immer beliebter – so kann man seine Medien einfach auf der Netzwerkfestplatte ablegen und dann auf jedem Gerät, das Zugriff zum Netzwerk hat, streamen.
  • Backup-Festplatte. Regelmäßig ein Backup anlegen und dann extern speichern, ohne jedes Mal eine externe Festplatte anschließen zu müssen – auch das ist mit vielen NAS und passender Software möglich.
  • Videorekorder. Hier kommen wir zu einer etwas exotischeren, aber durchaus möglichen Funktion: An einige Netzwerkfestplatten kann man per USB einen TV-Empfänger anschließen und dann nach Belieben Sendungen aufzeichnen und später abspielen.

Du siehst: Die Möglichkeiten einer NAS sind weitreichend und lassen der Fantasie auch noch weiteren Spielraum – mit einem im Netzwerk befindlichen Speicher findet man also eine Lösung, die in einigen Fällen eine bessere Alternative als eine klassische externe Festplatte ist.

Vor allen Dingen natürlich dann, wenn Daten zentral gespeichert und von vielen Menschen abgerufen werden sollen.

Der Anschluss – verschiedene Möglichkeiten

Eine Netzwerkfestplatte in das heimische Netzwerk zu integrieren, funktioniert im Grunde genommen auf drei verschiedene Arten, die alle ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Klassisch werden NAS einfach per LAN-Port an den Router angeschlossen und funktionieren damit wie ein zusätzlicher Rechner im Netzwerk, auf dessen Daten alle zugreifen können. Das ist die leistungsstärkste Lösung, kostet allerdings je nach Platte auch entsprechend Geld.

Eine weitere Möglichkeit ist es, WLAN-Festplatten ins Netzwerk zu integrieren. Das ist nicht mit allen Modellen möglich und hier geht natürlich schon von der Platte aus Leistung verloren. Diese Lösung empfehlen wir deshalb nur, wenn die Festplatte auch mobil zum Einsatz kommen soll.

Die günstigste Möglichkeit funktioniert nur mit Routern, die schon einen USB-Anschluss bieten: Hier kann man oft einfach eine ganz normale externe Festplatte anschließen und dann als Netzwerkspeicher nutzen. Zusatzsoftware oder weitere Funktionen gibt es so allerdings nicht.

Für wen ist eine Netzwerkfestplatte sinnvoll?

Ganz klar: Wer seine Daten zentral speichern und im heimischen Netzwerk oder auch über das Internet darauf zugreifen möchte, der ist mit einem NAS richtig beraten – denn so können auch größere Datenmengen in die Cloud geladen werden, ohne dafür etwaige Anbieter bezahlen zu müssen. Außerdem bleiben die Daten „im Haus“.

Dazu sind natürlich auch die Zusatzfunktionen wie Backups oder der Einsatz als Medienserver interessant.

Zum zentralen Speichern, Verwalten und Abrufen von Daten eignet sich eine Netzwerkfestplatte also bestens – und ist mittlerweile auch für jeden erschwinglich. Wir haben einige Platten schon genauer betrachtet.


WD My Cloud
Verarbeitung
80%
Design
95%
Geschwindigkeit
90%
Preis-/Leistung
85%
Gesamtbewertung
87%
Größe3,5 Zoll
FarbeWeiß
Speicher2TB
Schreiben50,4 MByte/s
Lesen74,2 MByte/s
AnschlussUSB 3.0
LAN-Anschluss1 GBit/s
TrekStor DataStation pocket air
Verarbeitung
100%
Design
100%
Geschwindigkeit
85%
Preis-/Leistung
90%
Gesamtbewertung
91%
Format2,5 Zoll
FarbeWeiß
Speicher500GB 1TB
Geschwindigkeit5400 RPM
Cache16 MB
Schreiben105,1 MB / Sek
Lesen105,5 MB / Sek