Kaufberatung & Checkliste für externe Festplatten

Die Auswahl der richtigen externen Festplatte ist ein wichtiger Punkt. Denn je nach Einsatzgebiet und Zweck ist eine andere Festplatte empfehlenswert, da jedes einzelne Gerät verschiedene Vor- und Nachteile besitzt. Wer beispielsweise Daten von unterwegs abrufen möchte, für den empfiehlt sich eine kleine und sehr leichte Festplatte.Wer jedoch ausschließlich von Zuhause arbeitet und hier lediglich Backups durchführt, für den eignet sich eine ganz andere von Festplatte. Hier spielt vor allem die Übertragungsrate sowie die Größe des Speichers eine wichtige Rolle.

Im Folgenden findet ihr daher unsere Empfehlungen sowie eine kleine Checkliste für den Kauf einer passenden externen Festplatte. So kannst du sicher sein, dass du das richtige Gerät für deinen Einsatzzweck kaufst und nicht unbedingt vom Umtauschrecht Gebrauch machen musst.

Alle wichtigen Kennzahlen im Überblick

Speichergröße

Die Speichergröße unterscheidet sich je nach Hersteller und Festplatte. Oftmals sind von jeder externen Festplatte mehrere Varianten erhältlich. Die Größen reichen dabei aktuell von 120 Gigabyte bis hin zu 5 Terabyte. Wer oft sehr große Dateien speichern möchte, der sollte dabei lieber auf eine Festplatte mit mehr als 1 Terabyte Speicher zurückgreifen, da es bei sehr kleinen Festplatten schnell der Fall sein kann, dass diese bereits nach 2-3 größeren Dateien an ihr Speicherlimit stoßen.

Cache

Der Cache einer Festplatte bezeichnet den Zwischenspeicher, in welchen Dateien bei einem Schreib- oder Lesezugriff gepuffert werden. Bei einem ganz normalen Arbeitsvorgang werden also alle Dateien zunächst in den Zwischenspeicher verschoben und anschließend auf den Zielspeicher geschrieben. Dies hat den Zweck, die Datenübertragungsrate sowie die Latenzzeit, also die Verzögerung bei der Datenübertragung zu verringern. Je größer also der Cache,desto größer auch die Datenübertragungssrate, da wesentlich größere Datenmengen gecached werden können.

RPM / Umdrehungen

Die RPM (Rounds per Minute), also die Umdrehungen einer Festplatte innerhalb einer Minute entscheidet maßgeblich über die Arbeitsgeschwindigkeit einer externen Festplatte. Je schneller sich die in der Festplatte enthaltene Magnetscheibe dreht, desto schneller kann die Festplatte auf Daten zugreifen. Wer sehr häufig auf Dateien auf seiner externen Festplatte zugreifen muss, für den empfiehlt sich eine Festplatte mit einer Umdrehungszahl von 7200+, da Zugriffe hier gegenüber einer Festplatte mit 5400 Umdrehungen/Minute sehr schnell erfolgen.

Anschluss

Welcher Anschluss der Richtige ist, hängt ganz vom System des Anwenders ab. Eine externe Festplatte mit USB 3.0 Anschluss ist beispielsweise nur empfehlenswert, wenn dieser auch vom verwendeten System unterstützt wird. Ist dies nicht der Fall, so kann auch auf eine USB 2.0 Festplatte zurückgegriffen werden. Externe Festplatten mit Thunderbolt Anschluss kommen zudem ausschließlich bei Festplatten für Mac PCs zum Einsatz, da ein derartiger Anschluss Windows Systemen nicht vorhanden ist. Vor dem Kauf einer Festplatte sollte sich jeder Anwender daher informieren, ob der vorhandene Anschluss der Festplatte überhaupt an das jeweilige Anwedungsgerät angeschlossen werden kann.

Datenübertragung

USB 2.0 oder USB 3.0?

Generell ist hier die Frage, welche Anschlussmöglichkeiten das Zielsystem unterstützt. Zwar ist USB 3.0 in fast allen Fällen abwärtskompatibel, jedoch liegt die Übertragungsrate in den meisten Fällen nur geringfügig über denen von USB 2.0. Bei vielen Festplatten ist der Preis einer USB 3.0 Variante nur geringfügig höher, zudem besitzen fast alle neu hergestellten Modelle den aktuellen Standart USB 3.0.

Ein direkt Vergleich lässt sich hier nicht ziehen, da sich die Übertragungsrate je nach Zielsystem sowie der verwendeten Komponenten innerhalb des Festplattengehäuses unterscheidet. Wer jedoch das Geld für eine USB 3.0 Festplatte übrig hat, sollte dieses auch entsprechend investieren.

Die Kaufempfehlung unsererseits geht daher klar an Festplatten mit einem USB 3.0 Anschluss!

Welche Arbeitsgeschwindigkeit ist empfehlenswert?

Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Festplatte ist je nach Einsatzzweck verschieden.

  • 5400 U/Min
    Wer seine Festplatte lediglich hin und wieder zum Abspeichern von einigen Daten benutzt, auf diese jedoch nicht allzu oft zugreift, für den empfehlen sich externe Festplatten mit einer Geschwindigkeit von 5400 U/Min.
  • 7200 U/Min +
    Empfehlenswert für alle, die häufig auf ihre Dateien zugreifen. Wer zudem ein Betriebssystem von einer externen Festplatte bootet, sollte hier auch lieber zu einer Festplatte mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit greifen, da der Bootvorgang hier deutlich schneller von statten geht.

Einsatzzwecke

Fesplatten für Outdoor-Einsätze

Wer häufig im Gelände unterwegs ist und dort Daten speichern muss, für den empfehlen sich spezielle Outdoorfestplatten. Diese besitzen einer spezielle Beschichtung und sind mit einer Anti-Shock-Technik ausgestattet, sodass die Daten auch unterwegs sicher gespeichert werden können. Kleinere Stürze machen der Festplatte nichts aus, durch die spezielle Beschichtung können kleinere Kratzer und Dellen zudem vermieden werden.

Empfehlenswert sind derartige Festplatten beispielsweise Outdoorfotografen, Geochacher sowie Trekking-Trips.

Festplatten für Media-Anwendung

Wer seine Festplatte nutzen möchte, um damit Medien abzuspielen, sollte ein paar wichtige Punkte beachten. Zum einen natürlich die Größe des Speichers, da besonders Filme oftmals sehr viel Speicher einnehmen und bei zu geringer Speichergröße bereits kein Speicher mehr vorhanden sein könnte. Es empfiehlt sich daher, nur Festplatten mit 2TB + Speicher zu verwenden. Zudem sollte die Arbeitsgerschwindigkeit der Festplatte bei 7200 U/Min liegen, um Ruckler während des Abspielens zu vermeiden. Die Cachegröße der Festplatte sollte ebenfalls bei mindestens 32 MB liegen, um ein möglichst flüssiges Abspielen der Medien zu ermöglichen. Je nachdem, an welches Endgerät die Festplatte angeschlossen werden soll, ist auch die Art des Anschlusses ein sehr wichtiges Detail. Viele Fernseher unterstützen den Anschluss einer externen Festplatte beispielsweise, jedoch nur mit USB-Anschluss, nicht jedoch mit Firewire oder SATA Anschluss.

Festplatten als Backup-Datenträger

Wer häufig System-Backups durchführt, der sollte vor allem auf einen schnellen Anschluss sowie die Größe der Speicherkapazität achten. Zum einen, um eine schnelle Übertragung des Backups zu ermöglichen und zum anderen, um genügend Speicher für die Backups zu besitzen. Denn oftmals kommt es vor, dass nicht nur ein Backups, sondern eine größere Anzahl von älteren Backups ebenfals gespeichert werden soll. Cache-Größe sowie Umdrehungsgeschwindigkeit spielen hier nur eine untergeordnete Rolle, da auf derartige Daten im Normalfall nur äußerst selten zurückgriffen wird.

Stromsparende Festplatten

Energie sparen wird immer mehr zum Volkstrend. Wer auch im Falle seiner externen Festplatte auf ein möglichst energiesparendes Modell zurückgreifen möchte, für den empfiehlt sich generell erst einmal eine 2,5 Zoll Festplatte. Diese versorgen sich in der Regel per USB-Anschluss mit Strom und sind im Vergleich zu 3,5 Zoll Festplatten sehr stromsparend. Zudem bieten viele Hersteller eine spezielle Software an, welche die Festplatte in einen stromsparenden Zustand versetzt, wenn diese gerade nicht arbeitet. Solche Lösung bietet beispielsweise Verbatim mit ihrer “Green Button” Software an.