BytePac: Festplattengehäuse aus Pappe im Test

Wer seine alten Festplatten archivieren oder eine interne Festplatte als externe Festplatte nutzen möchte, der braucht dafür ein entsprechendes Gehäuse. Der Hersteller Convar bietet hier mit dem BytePac ein sehr cooles Produkt für diesen Einsatzzweck an. Auch wenn das BytePac bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, so möchten wir euch dieses heute trotzdem gerne vorstellen.

Was das BytePac von Convar grundsätzlich von anderen Festplattengehäusen unterscheidet, ist das Material sowie der komplette Aufbau. Während normale Gehäuse in der Regel aus Kunststoff oder Alu bestehen, ist das BytePac komplett aus Pappe gefertigt.

Damit kommen wir auch direkt auf die nächste Besonderheit des BytePacs: Es ist komplett umweltfreundlich! Die Rohstoffe, welche für die Herstellung eingesetzt wurden, sind zu 100 Prozent recyclebar. Was direkt beim Aufmachen des Pakets auffällt, es gibt keine Verpackung. Die Verpackung der Bytepacs gilt gleichzeitig auch als Schuber, um die Festplatten auf dem Schreibtisch oder im Regal zu verstauen. Gefällt uns persönlich sehr gut, da die Festplatten andernfalls lose in der Schublade oder im Schrank herumfliegen würden. Gerade wer mehrere BytePacs aktiv nutzt, kann seine Festplatten so sortieren und den Überblick behalten.

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Eigenschaften

Angeschlossen können sowohl 2,5 als auch 3,5 Zoll Festplatten. Die Schnittstellen sind sowohl mit USB 2.0, als auch 3.0 sowie eSATA kompatibel, was für ausreichend Spielraum sorgt. Erhältlich ist das BytePac für knapp 36 Euro. Dies beinhaltet 3 Pappgehäuse sowie ein Anschlusskit. Wie bereits erwähnt lässt sich die Umverpackung spielend einfach in einen Schuber verwandeln, um die Festplatten darin zu verstauen. Convar gibt 5 Jahre, was sicherlich nochmals ein kleiner Vorteil gegenüber anderen Herstellern ist.

Neben der conventionellen Version sind optional auch weitere Farben für das BytePac erhältlich. Beispielsweise in grün, schwarz und weiß.

Aufbau und Nutzung

Um das BytePac nun zu nutzen, muss zunächst die große Lasche an der Vorderseite des Pakets aufgerissen und entfernt werden. Dahinter verbirgt sich dann auch schon der Schuber für die 3 Festplattengehäuse. So weit so gut. Nun geht es mit dem Einbau einer Festplatte in das Gehäuse weiter, was zumindest bei 2,5 Zoll Festplatten nicht ganz optimal klappt. Diese ist nämlich eigentlich zu klein für das Gehäuse, wodurch die Festplatte keinen richtig festen Sitz hat. Bei einer 3,5 Zoll Festplatte sieht dies jedoch ganz anders aus. Diese saß sehr fest im Gehäuse und ruckelte keinen Millimeter.

Dem BytePac liegt jeweils nur ein Anschluss-Kit bei, was bedeutet, dass in der normalen Version immer nur eine Festplatte aktiv genutzt werden kann. Dies ist natürlich nicht ganz optimal, wenn man 2 oder mehr Festplatten nutzen möchte. Für die Nutzung muss die Festplatte zudem aus dem Pappschuber herausgenommen werden. Cool wäre es hier, wenn alle 3 Festplatten gleichzeitig genutzt werden könnten, wenn diese im Pappschuber stecken. Das Anschluss-Kit als solches gibt es jedoch nicht einzeln zu kaufen, hier muss jeweils immer ein komplettes 3er Set erworben werden.

Haltbarkeit

Ein wichtiger Punkt bei Festplattengehäusen ist natürlich die Haltbarkeit, da das Gehäuse die Festplatte vor äußeren Einflüssen schätzen soll.

Wir haben die Festplatte für den Test mehrmals fallen lassen, sowohl auf die Kanten, als auch auf die geraden Seiten. Dies haben wir aus einer realistischen Fallhöhe von ca. 1,5m getan. Was direkt auf den ersten Blick ersichtlich und eigentlich von vorneherein klar war, die Kanten waren leicht geknautscht. Nicht ungewöhnlich, schließlich besteht das Gehäuse aus Pappe. Der Funktionalität tat dies jedoch keinen Abbruch, die Festplatte funktionierte auch weiterhin einwandfrei. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es jedoch, im Gehäuse war die Halterung ein kleines bisschen eingerissen, weshalb die Festplatte etwas mehr Spiel als vorher hatte. Der normale Betrieb wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Während Flüssigkeiten bei einem Gehäuse aus Kunststoff einfach abgewischt werden können, ist hier beim BytePac schon etwas mehr Vorsicht geboten. Während Wasser natürlich einfach trocknet, sollte das Vergießen von anderen Flüssigkeiten tunlichst vermieden werden, da es sonst schnell zu Fettflecken kommen kann.

Ein kleiner Punkt, der mich zudem auch etwas gestört hat, war die dünne Hülle, welche über das Gehäuse gezogen werden kann. Wenn die Kanten nicht komplett gerade beim reinschieben sind, so verkanten sich diese schnell und es gibt unschöne Knicke bzw. im schlimmsten Fall sogar einen Riss. Hier also immer darauf achten, die Papphülle vorsichtig und gleichmäßig über das Gehäuse zu ziehen.

Fazit

Die Idee des BytePacs gefällt uns sehr gut. Auf dem Schreibtisch macht das BytePac ebenfalls eine gute Figur, wer auf ungewöhnliches steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Empfehlen würden wir das BytePac vor allem denjenigen, die Ihre Festplatten nicht so häufig von A nach B transportieren müssen, sondern diese stationär an einem Ort nutzen. Lediglich der Preis von ca. 36 Euro dürfte einige Käufer etwas abschrecken, von uns gibt es jedoch eine klare Kaufempfehlung für dieses wirklich coole Festplattengehäuse.

Erhältlich ist das BytePac auf der Webseite des Herstellers unter www.bytepac.com.

Erhältlich ist das BytePac auf der Webseite des Herstellers unter www.bytepac.com.

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