LaCie Rugged TRIPLE 1 TB im Test

Testbericht zur LaCie Rugged TRIPLE 1 TB

Beschreibung

Die externe Festplatte LaCie Rugged Triple ist hart im Nehmen. Das verdeutlicht bereits der Produktname, denn rugged bedeutet aus dem Englischen übersetzt „stabil“, „robust“ oder „strapazierfähig“. Eine Aluminiumschicht schützt den Datenträger, des Weiteren gibt es in jeder Gehäuseecke einen Stoßfänger. Die auffällige Hülle in Orange wurde aus robustem Kunststoff nach dem Militärstandard 810-F gefertigt. Dadurch soll die LaCie Rugged Triple sogar Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe überstehen. Eine Krafteinwirkung bis zu 1.000 G kann dabei angefangen werden. Auf der Software-Ebene werden die persönlichen Daten mittels eines 256-Bit-AES-Verschlüsselungssystems geschützt. Die beeindruckende Energieeffizienz, bei der das Laufwerk bis zu 40 Prozent Strom bei Nichtgebrauch einspart, ist ein weiteres Kaufargument für die LaCie. Es werden drei Größen, nämlich 500 GB, 1 TB und 2 TB angeboten. Unser Test bezieht sich auf die LaCie Rugged TRIPLE 1 TB.

Lieferumfang

  • Festplatte LaCie Rugged Triple
  • Ein USB-Verbindungskabel (3.0, abwärtskompatibel zu 2.0)
  • Ein FireWire-Kabel (800, abwärtskompatibel zu 400)
  • Eine Installationsanleitung

Verarbeitung / Design

Dieses Modell ist ein unverkennbares Outdoor-Modell. Das erkennt man schon an der besonders robusten Gummiummantlung. Das kräftige Orange sticht sofort ins Auge, ist aber wohl nicht jedermanns Sache. Doch einen Schönheitswettbewerb will die LaCie Rugged Triple 1 TB gar nicht erst gewinnen, sie signalisiert direkt, dass sie für einen besonders hohen Schutz sensibler Daten steht. Wenn beispielsweise bei einer Fotografie-Tour in den Bergen eine externe Festplatte zur Auslagerung der Bilder benötigt wird, ist dieses Modell aufgrund seiner harten Schale eine gute Wahl. Wegen des Rugged-Gehäuses mit Maßen von 90 mm Breite, 28 mm Tiefe und 145 Höhe muss allerdings genügend Platz im Rucksack eingeplant werden. Mit 260 Gramm Gewicht bringt die Festplatte auch einiges an Masse auf die Waage. Die vorne befindlichen Schnittstellen wurden in Form von FireWire 800 und USB 3.0 modern umgesetzt. Somit kann beispielsweise eine 700 MB große Videodatei in nur sieben Sekunden übertragen werden.

Technische Ausstattung

Die LaCie Rugged Triple 1 TB lässt bei den Spezifikationen kaum Wünsche offen. Unser Testmodell arbeitet mit 7.200 Umdrehungen, das gleiche gilt für die Ausgabe mit 2 TB. Lediglich die kleinste Stufe mit 500 GB geht mit 5.400 MB gemächlicher zur Sache. Klasse ist die nützliche Software der Outdoor-Festplatte, neben der erwähnten 256-Bit-Verschlüsselung und den Energiesparmodus gibt es auch einen Backup-Assistenten. Mit diesem können die Dateien automatisch gesichert werden. Schade ist hingegen das Fehlen von eSATA als Verbindungsmöglichkeit. Als Systemvoraussetzungen wird ein PC mit Windows 7 oder Windows 8 genannt, ein Betrieb mit Windows 10 ist allerdings ebenfalls möglich. Auch Mac OS X wird unterstützt, eine Kompatibilität zu Linux wird zwar nicht explizit erwähnt, ist allerdings denkbar.

Testergebnisse

  • Schreibgeschwindigkeit: 113,9 MB / Sek
  • Lesegeschwindigkeit: 112,4 MB / Sek

Sonstiges

Für einen Preis von knapp über 130 Euro ist dieses Produkt für Wanderer, Bergsteiger und Radfahrer eine Investition wert. Die Garantiezeit beträgt wie zumeist zwei Jahre. Des Weiteren stellt der Hersteller 10 GB Onlinespeicher für ein Jahr zur Verfügung. Damit kann man besonders wichtige Dateien nochmals sichern. Für die Hosentasche ist die LaCie Rugged Triple 1 TB allerdings nicht geeignet. Eine passende Tasche sollte, sofern man lediglich das Gerät alleine mitnehmen möchte, dazugekauft werden.

Fazit

Die LaCie Rugged Triple in der Version mit 1 TB hat uns größtenteils überzeugt. Für eine HDD arbeitet das Laufwerk erfreulich schnell und leise. Zudem ist das robuste Gehäuse ein großer Mehrwert. Man sollte jedoch beachten, dass ein eSATA-Anschluss fehlt und man genug Platz im Gepäck einkalkulieren muss. Der Preis ab 131 Euro (zum Testzeitpunkt Mitte Juni) entspricht 0,13 Cent je Gigabyte, was durchaus für ein Outdoor-Modell in Ordnung geht. Wenn es etwas mehr Speicher sein darf, greift man zur Ausgabe mit 2 TB. Von der kleinste Version mit 500 MB sollte man allerdings Abstand nehmen. Neben dem kleinen Speicherplatz arbeitet diese Platte deutlich langsamer.